Schulstelle CRONA

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Hopper-Seyler-Str. 1
72076 Tübingen

Tel.: 07071/ 29-85652
Fax: 07071/ 29-45
crona@klinikschule-tuebingen.de

 

1. Die Schulstelle

Unser kleines Büro auf der Ebene 7 der Kinderklinik im Übergang zu den CRONA-Kliniken ist die Schnittstelle von Verwaltung, Organisation, Beratung und der Planung von Unterricht für Kinder und Jugendliche die in den Bereichen Kinderchirurgie, Kinderkardiologie und Kindergastroenterologie stationär in der Kilinik aufgenommen sind.

Von hier aus starten wir auf die unterschiedlichen Stationen und in die Ambulanzen um unsere Schülerinnen und Schüler in allen schulischen Fragen zu beraten und zu unterrichten.

An der Schulstelle CRONA arbeiten derzeit Michael Knorr-Bracher (Realschullehrer) und Antje Kroh (Sonderschullehrerin).

Wir arbeiten sehr eng mit den Lehrerkollegen in der angrenzenden Kinderklinik zusammen. Darüber hinaus nimmt die Zusammenarbeit mit den anderen Berufsgruppen der pädiatrischen Stationen  (Ärzte, Pflegepersonal, psychosoziale Mitarbeiter, Erzieherinnen, Physio-, Ergo- und Kunsttherapeuten) einen zentralen Stellenwert ein.

 

2. Die Schülerinnen und Schüler

Unsere Schülerinnen und Schüler sind Patienten der Kinderchirurgie, der Kinderkardiologie und der pädiatrischen Gastroenterologie sowie der Orthopädie. Sie werden durch die Klinikschule betreut, weil sie

  • eine chronische Erkrankung haben und deshalb regelmäßig zu stationären Aufenthalten und ambulanten Kontrollen in die Klinik kommen (z.B. chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED), kardiologische Erkrankung).
  • eine angeborene oder erworbene Erkrankung des Herzens haben
  • eine urologische Erkrankung haben
  • eine Erkrankungen und Fehlbildungen des Magen-Darm-Traktes haben
  • infolge eines Unfalls oder einer akuten Erkrankung über einen längeren Zeitraum stationär behandelt werden müssen, oder weil sich trotz kurzen stationären Aufenthaltes schulischer Handlungsbedarf ergibt.

Unsere Schülerinnen und Schüler kommen überwiegend aus Baden-Württemberg, aber auch aus anderen Bundesländern, immer wieder auch aus anderen Ländern. Sie sind zwischen 6 und 21 Jahre alt und besuchen alle Klassenstufen der verschiedenen Schularten. Auch während der Behandlungszeit bleiben sie Schüler ihrer Heimatschule, die weiterhin in sämtlichen Belangen zuständig und verantwortlich ist, und die hinsichtlich aller Krankheitsaspekte durch die Klinikschule informiert und beraten werden kann.

 

3. Der Unterricht in der CRONA-Schulstelle

Unterricht erhalten Schülerinnen und Schüler, die voraussichtlich länger als zwei Wochen die Schule nicht besuchen können oder die aufgrund einer chronischen Erkrankung regelmäßig Unterricht versäumen.

In der Regel erhalten die Schüler täglich 1-2 Stunden Unterricht im Krankenzimmer. Häufig wird Einzelunterricht erteilt, wenn es möglich ist, wird auch in Kleingruppen unterrichtet.

Der Unterricht orientiert sich an den Bildungsplänen und den Inhalten der Heimatschule, um so den Anschluss an die Klasse zu halten – und berücksichtigt immer die individuellen Bedürfnisse, die Befindlichkeit und die Zukunftsperspektive der Schülerinnen und Schüler. In der Klinikschule können auch Klassenarbeiten geschrieben, Prüfungen vorbereitet und gegebenenfalls auch abgenommen werden.

 

4. Unsere Aufgabenbereiche und schulischen Ziele

4.1 Unterricht

  • als strukturierendes und Normalität vermittelndes Element
  • um den Anschluss an den Leistungsstand der Klasse zu halten, sowie die Aufarbeitung möglicher entstandener Lücken
  • um Freude am Lernen zu erhalten bzw. wieder zu wecken
  • um Stärken aufzubauen und Ängste abzubauen
  • um Lebens- und Zukunftsfragen aufzugreifen und gemeinsam schulische Perspektiven zu entwickeln.

Weiterhin ist die Kooperation mit der jeweiligen Heimatschule ein zentraler Aufgabenbereich. Wir unterstützen die Schüler, einen regelmäßigen Kontakt zu ihrer Schule und ihren Mitschülern aufzubauen und diesen während eines langen Aufenthaltes in der Klinik zu erhalten. Gemeinsam mit den Lehrern der Heimatschule lassen sich vielfältige Wege finden (z.B. Briefe, E-Mails, Skype).

Auf Wunsch des Schülers informieren wir im Rahmen eines Heimatschulbesuches über die Krankheit und deren Behandlung sowie über spezifische Auswirkungen.

4.2 Beratung

  • Beratung für die stationär anwesenden Schülerinnen und Schüler (sowie deren Eltern und Lehrern), die in der Klinik Unterricht erhalten
  • Beratung für die Schüler (sowie deren Eltern und Lehrer) mit chronischen Erkrankungen, die nur kurz oder nur ambulant in die Kinderklinik kommen sowie für Schüler, die in anderen Kliniken ohne Klinikschule oder nur von niedergelassenen Ärzten behandelt werden (z.B. bei Anfragen von Eltern oder Schulen)
  • Beratung und Fortbildung für Lehrer aller Schularten im Umgang mit Schülern mit chronischen Erkrankungen. Dazu findet alle zwei Jahre ein Fachtag in der Kinderklinik in Zusammenarbeit mit den interdisziplinären Teams der Kinderklinik statt.

Themen der Beratung können sein:

  • Umgang mit der Erkrankung
  • Welche Auswirkungen haben Erkrankung, notwendige Therapien, Hygiene- und Ernährungsvorschriften auf den Schulalltag (einschl. Sozialleben, Schullandheimaufenthalte usw.)? Was kann vonseiten des Schülers selbst geleistet werden, wo braucht er Unterstützung?
  • Informationen bzgl. des Nachteilsausgleichs
  • Informationen zu Hausunterricht und Schülertransport
  • Schullaufbahnberatung

 

5. Lehrkraft

Michael Knorr-Bracher
Realschullehrer

Kontakt
07071/ 29-85652
michael.knorr-bracher@klinikschule-tuebingen.de

Antje Kroh
Sonderschullehrerin

Kontakt
07071/ 29-85652
antje.kroh@klinikschule-tuebingen.de